Quoten: „Bares für Rares“-Primetime-Special stark, „The Voice of Germany“ mit Staffelrekord

    Das Erste punktet mit „Barcelona-Krimi“, „Criminal Minds“ in Sat.1 durchwachsen

    Quoten: "Bares für Rares"-Primetime-Special stark, "The Voice of Germany" mit Staffelrekord – Das Erste punktet mit "Barcelona-Krimi", "Criminal Minds" in Sat.1 durchwachsen – Bild: ZDF/Frank Dicks
    Das dritte „Bares für Rares“-Primetime-Special: Horst Lichter (l.) und Experte Albert Maier

    Einmal mehr stellte das Erfolgsformat „Bares für Rares“ am Donnerstag seine Stärke unter Beweis: Während bereits am Nachmittag insgesamt 2,92 Millionen Menschen (24,8 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum) vor dem Fernseher saßen, waren es beim dritten Primetime-Special sogar 5,89 Millionen und damit noch einmal minimal mehr als bei der letzten Sonderausgabe im Sommer. Grandiose 18,2 Prozent und der Tagessieg sprangen für Horst Lichter und seine Händler heraus, und auch in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag man mit 10,3 Prozent weit über dem Durchschnitt. Das „heute journal“ wurde nachfolgend noch von 4,41 Millionen Zuschauern gesehen, „Maybrit Illner“ musste sich dann aber mit nur 2,50 Millionen und 11,6 Prozent begnügen.

    Doch auch die öffentlich-rechtliche Konkurrenz in Gestalt des Ersten kann zumindest mit dem Start in den Abend zufrieden sein. Der erste „Barcelona-Krimi“ „Über Wasser halten“ unterhielt 5,07 Millionen Gesamtzuschauer, die tollen 15,7 Prozent entsprachen. Die „Tagesschau“ hatte zuvor sogar eine um 120.000 Zuseher höhere Reichweite. Beim jungen Publikum kam der Krimi allerdings nicht über schwache 5,9 Prozent hinaus. Das Magazin „Monitor“ stürzte im Anschluss gar auf nur noch 2,57 Millionen Zuschauer und unbefriedigende 9,1 Prozent ab.

    Marktführer bei den Werberelevanten wurde unterdessen mit deutlichem Vorsprung ProSieben, wo „The Voice of Germany“ neue Staffelbestwerte einfuhr. 2,53 Millionen junge Zuschauer verfolgten die Castingshow, womit glänzende 24,9 Prozent erzielt wurden. Auch insgesamt sah es mit 4,10 Millionen Zuschauern hervorragend aus. „red.“ kam im Fahrwasser zu später Stunde noch auf genau 20 Prozent bei den Jüngeren – ein höherer Wert stand letztmals vor über vier Jahren zu Buche.

    Trotz der harten Konkurrenz konnte RTL mit seinen Krimiserien indes zulegen. „Alarm für Cobra 11“ fesselte 1,63 Millionen Zuschauer, die sehr guten 15,7 Prozent in der Zielgruppe entsprachen. Und auch die schwach gestartete neue Serie „Bad Cop – kriminell gut“ steigerte sich binnen Wochenfrist auf zumindest solide 12,0 Prozent. Deutlich zu leiden unter den erfolgreichen Gegenprogrammen hatte Sat.1, wo schon eine neue Folge von „Criminal Minds“ zur Primetime mit 9,7 Prozent schwächer lief als gewohnt. Zwei Wiederholungen fielen anschließend sogar auf miese 7,0 Prozent zurück, ehe „Elementary“ nach 23.00 Uhr mit 6,7 Prozent für den Tiefpunkt des Abends sorgte.

    Die kleineren Privatsender mussten durch die Bank kleinere Brötchen am Donnerstagabend backen. VOX kam mit 6,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen für „The Dark Knight Rises“ noch am ehesten mit einem blauen Auge davon. Das galt dagegen nicht für RTL II, wo der Trend für „Die Kochprofis“ angesichts 3,0 Prozent nach wie vor nach unten zeigt. „Frauentausch“ meldete sich später mit kaum besseren 3,8 Prozent zurück. Damit lag man auf einem Niveau mit Schlusslicht kabel eins, wo sich der Film „Wall Street – Geld schläft nicht“ zur besten Sendezeit mit lediglich 3,4 Prozent sehr schwer tat.

    03.11.2017, 09:26 Uhr – Dennis Braun/biralemsin.com

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • seventy am 03.11.2017 16:39 via tvforen.de

      In Zeiten von "Fake-News" sieht man immer mehr gestellte Sendeformate.
      Die Zuschauer scheint es nicht zu interessieren, daß sie eine gespielte Show bekommen.
      Bei "The Voice" habe ich mich gefragt, ob die Teilnehmer sich eigentlich darüber im Klaren sind, daß selbst, wenn man da gewinnt genauso unbekannt bleibt wie vorher.
      • Sveta am 03.11.2017 19:46 via tvforen.de

        seventy schrieb: ------------------------------------------------------- > In Zeiten von "Fake-News" sieht man immer mehr > gestellte Sendeformate. > Die Zuschauer scheint es nicht zu interessieren, > daß sie eine gespielte Show bekommen. > Bei "The Voice" habe ich mich gefragt, ob die > Teilnehmer sich eigentlich darüber im Klaren > sind, daß selbst, wenn man da gewinnt genauso > unbekannt bleibt wie vorher. Nach so vielen Jahren dieser Casting-Shows bei der sich kein Mensch mehr an irgend jemand erinnert der mal dabei war sollte es eigentlich bekannt sein denke ich. Aber was hat denn ein Musiker sonst für Chancen bekannt zu werden, entdeckt zu werden? Stars werden heute gemacht - ist alles nur noch gestellt und gecastet. Da muß eine junge Band echt Ausdauer haben und Jahrelang im Keller vor sich hin üben um dann bei Straßenfesten ausgebuht und mit Biergläsern beworfen zu werden. Und vielleicht hört sie durch Zufall jemand der sie rausbringen kann, wenn sie echt gut sind haben sie vielleicht ein paar Hits die ihnen aber finanziell nix bringen weil nur noch Schlagerfans CDs kaufen. Also hören sie auf mit der Musik und gehen arbeiten damit sie leben können... Die gesamte Grundlage ist wegkommerzialisiert worden, früher haben die Bands am WE zum Tanz gespielt, konnten sich verbessern, eigene Songs spielen. Das kannst du doch heute vergessen, wo spielen denn noch Amateurbands? Die Musikentwicklung stagniert seit den frühen 90ern vor sich hin - es gibt nur noch Variationen und Aufgüsse, nix Neues mehr.
      • seventy am 03.11.2017 20:14 via tvforen.de

        Klar- so wie Anfang der 80er in Hagen ist es sicherlich nicht mehr. Wie sang Kai Havaii damals: ..."und Montag spielt dein Tankwart dir seine neue Maxi-Single vor". Aber gänzlich tot ist die lokale Bandszene auch nicht. Selbst in unserer bescheidenen Großstadt finden immer wieder Veranstaltungen mit neuen, jungen Bands statt.
      • Sveta am 04.11.2017 17:13 via tvforen.de

        seventy schrieb: ------------------------------------------------------- > Klar- so wie Anfang der 80er in Hagen ist es > sicherlich nicht mehr. Wie sang Kai Havaii > damals: > ..."und Montag spielt dein Tankwart dir seine neue > Maxi-Single vor". > > Aber gänzlich tot ist die lokale Bandszene auch > nicht. > Selbst in unserer bescheidenen Großstadt finden > immer wieder Veranstaltungen mit neuen, jungen > Bands statt. Das ist es ja eben seventy, es finden immer mal wieder Veranstaltungen mit jungen Bands statt. Sie dürfen mal in Szenekneipen, auf Stadtfesten oder Mini-Festivals spielen. Dafür üben sie vielleicht Jahrelang und wenn sie dann vor Aufregung ihren Gig verhunzen sind sie die nächsten Male nicht mehr dabei. So kann eigentlich nichts Neues entstehen, dazu braucht es Kontinuität und Feedback. Schau dir mal an wie die Bands der 60er 70er 80er 90er bekannt geworden sind. “Wir waren fast jedes Wochenende auf der Bühne, haben viel gespielt und so erste Live-Erfahrungen als Band gesammelt” Das sagt Bill Kaulitz über die Anfänge von Tokio Hotel und das liegt nun auch schon wieder fast 20 Jahre zurück! Und die hatten schon als Kinder Musikunterricht und wurden gefördert! Autodidakten geben viel früher auf schon weil sie irgendwann Geld verdienen müssen. (Bei Interesse hier eine Leseprobe von "Wochenendticket": Der 90er Jahre-Provinz-Hamburg-Tocotronic - Roman von Joachim Hesse. Kein literarisches Highlight aber absolut authentisch und locker geschrieben) http://books.google.de/books?id=8O47DwAAQBAJ&hl=de Hör' dir mal die Pop-Musik von heute an: Zum großen Teil am Computer zusammengesampled, da gehen meist keine Musiker mit Instrumenten ins Studio die man bezahlen muß, da ist nur noch der Sänger dessen Stimme dann auch noch bearbeitet wird - da unterscheidet sich Bushido nicht von Frau Fischer. Alles seit Jahren erprobt und kommerzialisiert, Rap und HipHop ist seit den späten 80ern "Jugendkultur". Seit 30 (!) Jahren immer das Gleiche: kontrollierter Gangesterrap mit ach so bösen schockierenden Worten. Pffff... Und die Fischer? Die "bekommt stehende Ovationen bei Jung und Alt, wenn sie in ihrer Show ihren Hit „Atemlos“ in einem Medley mit nicht weniger als 14 Stilrichtungen präsentiert und dabei wie selbstverständlich auch eine Hardcore-Sequenz einbaut. Vor 30 Jahren wäre sie mit diesem Modell wohl noch grandios gescheitert – womöglich wäre dieses Konzept so aber gar nicht entstanden. Mitte der 80er-Jahre hätte sich eine ernsthafte Schlagersängerin weder an Punk- noch an Rockmusik herangetraut. Und dies nicht nur, weil ihr ihre Fangemeinde das nicht gedankt hätte, sondern auch, weil sich hinter Musikstilen noch stärker verankerte und inhaltlich positionierte kulturelle Standpunkte, wenn nicht sogar kulturell, aber auch politisch definierte Parallelgesellschaften verbargen. Wer Punkrock mochte, hasste Schlager und umgekehrt. Außerhalb beißender Parodien war beides nicht vereinbar – nicht, weil beide Stilrichtungen hinsichtlich ihrer Komplexität weit auseinanderlagen, sondern wegen ihrer jeweiligen gesellschaftlichen Verankerungen." http://www.achgut.com/artikel/das_phaenomen_helene_fischer_und_was_es_mit_angela_merkel_zu_tun_hat Trends werden heute von Werbefirmen und Konzernen gemacht und das nur dann wenn sie mit dem "Trend" Geld verdienen können. Alles andere bleibt bedeutungslos, ohne Einfluß und erreicht bestenfalls eine Handvoll Nischenpublikum. Aber zum Glück kann man immer noch die alten Songs anhören, das machen sogar noch einige junge Leute... sie hören mit gruseligen 128 kbit/s die alten Hits die ihnen ihr Streaming-Anbieter gnädigerweise anbietet, wobei die Auswahl sehr sehr bescheiden ist. Da ist das nächste Problem, das die neue Generation Geld für minderwertige Qualität bezahlt bzw. dazu erzogen wird. Aber das spar ich mir jetzt, so viel wollte ich gar nicht schreiben - bringt ja nix und liest eh keiner lach...
      • seventy am 04.11.2017 20:47 via tvforen.de

        Da irrst Du gewaltig! Ich lese Deine Ausführungen mit großem Interesse! Bevor ich mich allerdings in allen Einzelheiten dazu äussern kann muss ich es noch mal lesen. ....so viel Text ;-)))
      • Lobotoyour am 05.11.2017 10:09 via tvforen.de

        Ich stimme zum Teil zu, was die Charts betrifft. Obwohl, richtig kompetent kann ich mich dazu nicht äußern, weil Chartsmucke schon seit Jahrzehnten ziemlich komplett an mir vorbeigeht. Dass Acts gecastet werden, ist allerdings überhaupt nix Neues. Das ging spätestens in den 60ern mit den Monkees los. Und Kommerz ist die Musikindustrie bereits im 19. Jahrhundert gewesen, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Tin_Pan_Alley. Ich nehme die heutige Musikszene insgesamt tatsächlich als vielfältiger, weitaus größer und technisch kompetenter wahr als bspw. in den Siebzigern, die mich musikalisch geprägt haben. Damals gab es eine Handvoll Acts, auf deren Veröffentlichungen ich gierig wartete, bspw. Uriah Heep, UFO, Yes, Blue Öyster Cult, Alice Cooper, etc. - tatsächlich gibt es die alle heute noch. Im Unterschied zu damals allerdings gibt es heute viel, viel mehr, und, das ist der hauptsächliche Unterschied, du hast tatsächlich Zugriff darauf, ob jetzt über Spotify, iTunes, Prime Music, oder sonstwie. Und du kannst neben Aktuellem auch weite Teile des Back-Katalogs problemlos nutzen. Was natürlich dazu führt, dass ich vieles nicht mehr so intensiv kennenlerne wie früher, wo die neueste Lieblings-Scheiblette wochenlang rauf- und runterlief. Allein von der Mucke leben können die wenigstens, damals wie heute. Aber du hast heute eine unglaublich breite, unglaublich große Auswahl - wenn du denn das Radio ausschaltest und dich selbst umhörst.
      • Sveta am 05.11.2017 15:09 via tvforen.de

        Du hast völlig Recht Lobotoyour, da will ich gar nix gegen sagen. Ich habe auch nichts gegen Kommerz und das Musiker gut verdienen wenn sie gute Musik machen. Mir ging es aber um die stagnierende Entwicklung. Schau doch mal was in den 30 Jahren von 1960 bin 1990 entstanden ist: Vom Rock'n'Roll zum Beat und verschiedenen Rockstilen die sich dann weiter entwickelten, Hardrock zum Metal z.B. der in den 70ern und 80ern zu so vielen völlig verschiedenen Richtungen führte. Oi und Punk als Antwort auf die nun etablierten und gesellschaftlich anerkannten Rockgötter die in den 70ern irgendwo weit entrückt Stadionkonzerte gaben. Paralell enstand auch auf der Pop-Seite Neues: aus Soul und Funk Disco, Electro-Pop, House, EBM... bis hin zu Hip Hop. Vergleiche mal die Musikszene von 1960 und 1990 - ein Riesenunterschied! Und seit den (fast) 30 Jahren seit 1990? Da fallen mir jetzt eigentlich nur Techno und Grunge in den 90ern ein, am großen Metal-Baum kamen noch einige Zweiglein hinzu und es gab eine Entwicklung in der Countrymusik. Das wars denn aber auch, wenn ich etwas vergessen habe ist es mir nicht im Kopf hängengeblieben! Natürlich gibt es Heute eine große Vielfalt aber nichts wirklich Neues, das sind alles Variationen bereits vorhandener Stile. Und an diesem Stillstand hat die Musikindustrie schon einen Anteil weil sie nicht mehr wie vor 50 Jahren auf rollende Züge aufspringt um daran zu verdienen und so die Züge pusht und antreibt, sondern diese Züge heute selbst herstellt oder die alten immer wieder im Kreis fahren läßt. Dadurch fällt leider ein wichtiger Entwicklungs-Faktor weg. Aber diese künstliche Bedarfsoptimierung ist natürlich nicht der einzige Grund. Die ständige Verfügbarkeit von praktisch allem durch das Internet hast du schon angesprochen... Eine Lawine von zum Teil wirklich entsetzlichem Schrott eben weil es relativ einfach ist ein Lied aufzunehmen und zu verbreiten. Heute musst du erst einmal 100 Bibis und Veysels wegräumen um darunter vielleicht eine Annett Louisan oder einen Paul Roland zu finden. Vor 50 Jahren hat das richtig Geld gekostet eine Platte zu machen und die Radiosender dazu zu bringen sie auch zu spielen. Dazu kommt noch das zu viele Leute mit Bibi und Veysel wie mit Klamotten für 1 Euro zufrieden sind. Viele Musikstile entstanden auch als Ausdruck gesellschaftlicher Mißstände: Blues Beat Punk Hip-Hop, das haben die heutigen Staatenlenker wesentlich besser unter Kontrolle. So ein staatsgefährdendes Massenevent wie 1968 wäre heute nicht mehr möglich denke ich. Also irgendwie bin ich mit der Gesamtsituation unzufrieden Alda...

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